Read Der Kameramörder by Thomas Glavinic Online

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Der Ich-Erzähler verbringt mit seiner Lebensgefährtin die Osterfeiertage bei Freunden in der Steiermark. Zur allgemeinen Heiterkeit gesellt sich am Abend auch das Fernsehprogramm und damit verbunden "die" Neuigkeiten des Tages: "Es wird gegen einen etwa 30jährigen, mittelgroßen Mann ermittelt, der zwei 7 u. 8 Jahre alte Kinder gezwungen hat, sich durch einen Sprung von ei Der Ich-Erzähler verbringt mit seiner Lebensgefährtin die Osterfeiertage bei Freunden in der Steiermark. Zur allgemeinen Heiterkeit gesellt sich am Abend auch das Fernsehprogramm und damit verbunden "die" Neuigkeiten des Tages: "Es wird gegen einen etwa 30jährigen, mittelgroßen Mann ermittelt, der zwei 7 u. 8 Jahre alte Kinder gezwungen hat, sich durch einen Sprung von einem hohen Baum zu töten, und diese Taten mit einer Videokamera aufgenommen hat." Dieser Mord wird tagesbestimmend für die gesamten Osterfeiertage. Das Fernsehen versorgt sein Publikum mit Berichten und Live-Übertragungen. Interviews mit lokalen Persönlichkeiten werden ausgestrahlt, Bundespräsident und Papst ins rechte Licht gesetzt. Diese Inszenierungen werden in ihrer Perversität noch gesteigert, als ein deutscher Privatsender ankündigt, Ausschnitte aus dem Mordvideo zu senden. Das Medienspektakel findet auch Einzug in die Ferienidylle unserer vier Hauptdarsteller. Neben Osterjause und sportlichen Freizeitvergnügen greifen sie immer wieder zur Fernbedienung und zappen sich durch den News-Dschungel. Fast schon absurd wird ihr Verhalten, als ihnen die Informationsflut der TV-Kanäle nicht mehr ausreicht, und sie aktiv ins Geschehen eingreifen. Die Medien geben Themen vor, und wir richten unser Leben danach ein. Das ist wohl der Fazit des Buches. Für gute Quoten wird über Leichen gegangen, das Publikum erliegt dieser Strategie duch die eigene Sensationslust. Thomas Glavinic beschreibt diese nahezu krankhafte Konsumgier in einer Sprache, die schnörkelloser nicht sein kann. Klar und präzise protokolliert er das unfassbare Verbrechen -- dass darin eine Absicht steckt, macht das Buch spannend bis zum letzten Satz. --Henrike Blum...

Title : Der Kameramörder
Author :
Rating :
ISBN : 9783423135467
Format Type : Paperback
Number of Pages : 156 Pages
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der Kameramörder Reviews

  • Booklunatic
    2019-05-07 23:23

    4,5 SterneWow! Trotz des sehr unspektakulär gehaltenen Bericht-Stils fand ich das Buch vor allem zum Ende hin geradezu unerhört spannend. Gerade der Gegensatz zwischen dem nüchternen Stil und der sich zuspitzenden Atmosphäre machte es für mich wohl so großartig. Zwar war das Ende für mich nicht wirklich überraschend, aber als Leser fast wie ein Voyeur die Entwicklung dahin beobachten zu können, war für mich großes Kino. Und apropros großes Kino, apropros Voyeur: Genau dieser Voyeurismus, diese Sensationslust, die wohl in jedem von uns - mal mehr, mal weniger - ausgeprägt ist, ist ein großes Thema des Buchs und wird hier geradezu auf die Spitze getrieben: Da wird sich mit Erdnüsschen, Chips und Alkohol vor den Fernseher gehockt, um ein exklusiv präsentiertes schockierendes Video eines Kindermords anzusehen und sich nebenher Chips kauend zu mokieren, wie schrecklich das doch alles sei... oha. Merken die noch was, fragt man sich? Andererseits, natürlich ist das hier extrem, dargestellt, aber sind wir Leser in der Regel wirklich so viel besser, so viel anders gestrickt? Haben wir nicht auch das Radio lauter gestellt und stündlich die Nachrichten verfolgt, als über den Amoklauf von München oder die Anschläge von Paris berichtet wurde? Natürlich in erster Linie mitfühlend und mit dickem Kloß im Hals, aber doch wollte man auch die Hintergründe wissen und die Schuldigen bestraft sehen... Auch in dieser Hinsicht stimmt das Buch nachdenklich.Das war jetzt mein 4. Buch von Glavinic und nach "Das größere Wunder" für mich sein bestes. Ich spreche hiermit auf jeden Fall eine Leseempfehlung aus.

  • Alexandra
    2019-05-20 16:58

    Unglaublich, hab noch nie einen Krimi/Thriller gelesen, der nicht nur bis zur letzten Seite sondern bis zum allerletzen Satz nervenzerfetzend spannend ist. Großes Kino, kurz und prägnant erzählt, perfekt inzeniert mit einer sehr außergewöhnlichen Sprache des Ich-Erzählers.Ach ja der Inhalt: In der Steiermark in einem kleinen Dorf werden zwei Kinder vor laufender Kamera von einem unbekannten psychopatischen Irren ermordet bzw. gezwungen sich selbst zu töten. Die Kriminalstory wird nicht aus Sicht der Polizei, sondern durch zwei Zugezogene und ein befreundetes Touristenpärchen geschildert, die gemeinsam die Osterferien im Wochenendhaus auf dem Land verbringen. Genial ist auch der Zwischenhieb auf die nationale und internationale Presse, die sich in einem solchen Fall wie ja auch in der Realität total sensationslüstern verhält. So nun will ich aber nicht mehr verraten.Fazit: Grenzgenial! Perfekte Osterlektüre mit Gänsehaut und Herzklopffaktor!

  • Cheryl
    2019-04-30 18:14

    What do you get when you mix a killer with a video camera? A sick home video of a killer in action. Only this killer does not really do the killing so much as he pressues his victims to take their own lives. The victims..several small children. The video has been released. For four friends at a house party, the video changes everything for them. This is a book that it sounds way better then it actually was. All I have to say is "What?" I don't mean this in a good way either. I want to know what was the author's vision for this book. The translation for this book was stiff and choppy. Don't know if that was the translater just literally translating the author's words on paper word for word and if so then the author has an issue. I understand there can be some language barrier that can make it a little hard to take a foreign author's words and vision and translate it in in English for readers to read but I don't believe that this was the issue with this book entirely. It was like I was a spectator watching from outside the window looking in. I didn't really understand what was going on. The characters meant nothing to me as they were dull and naive. And each time the images would play over and over again only to reveal a little more that would leave sometimes more questions then answers. I finally had enough of the repetition that I flashed forward towards the end. The idenitity of the killer came to no surprise and I was relieved that he was caught and the story was over.

  • Linda
    2019-05-23 22:10

    Very often, translations of novels leave something to be desired. In the case of The Camera Killer, the question is whether or not the translation does justice to the original. The premise of this book is gruesome but provocative. How would people react to seeing actual murders play out in video, a habit pursued by some serial killers. The narrator is a man who is following just this scenario with his female "partner" and another couple, and the plot follows the psychological impact imposed upon them by the 24 hour news coverage on TV. Intriguing idea, but in this book it is either poorly executed or poorly translated, into language that is strangely mechanical in tone. It would be interesting to read a different translation and compare the two, but short of that, it's difficult to form fair judgments about this book's strengths and weaknesses.

  • manfred
    2019-05-08 15:24

    da gibz nicht viel zu rütteln. tough, straight, ansatzlos... sprachduktus ausgewählt, perspektive eingestellt und durcherzählt bis zum logisch richtigen ende. das flutscht, auch wenn sich die schreibe in ihrer umständlichkeit dagegen wehrt. alles kalkül. ein durchkalkuliertes unterfangen, das uns der herr glavinic da serviert. anyway - guter text.

  • Schnier i Aleksandr
    2019-05-18 14:59

    In neppure un paio d'anni, ho letto almeno quattro volte questo corto, rutilante gioiello letterario. Non sono in grado di spiegarne la ragione, né saprei farne un'analisi circostanziata, sennonché reputo il romanzo un capolavoro nel suo genere. Occorre precisare non trattarsi, come improvvidamente si potrebbe pensare, d'un mero noir o thriller o vattelappesca: esso pare piuttosto un libello sotto forma d'oggetto narrativo. Ci sono, sì, un assassino e due terribili assassinii, ma l'investigazione poliziesca e l'istruttoria giudiziaria sono elementi posti sullo sfondo, agiscono contrappuntisticamente rispetto alla voce principale, della quale assumiamo per intero il punto di vista. La più evidente delle caratteristiche dell'opera è proprio questa: chi racconta è un testimone diretto degli efferati accadimenti, e lo fa in modo verbalistico, impersonale, conferendo una notevole distanza emotiva alle proprie parole, anche quando l'agitazione altrimenti palese nei restanti personaggi sembra non determinare in lui alcun effetto particolare. La ricognizione cronologica è successiva al vissuto, quando viene chiesto al narratore di rievocare i fatti, dopo che una gran calma è subentrata al parossismo; restando anonimo, in apparenza mai elusivo, esprimendosi con un'accuratezza insistita e compiaciuta, egli ripercorre in modo letterale le ore trascorse e le azioni compiute: niente sfugge, nemmeno le quantità di zucchero o il numero d'andate al gabinetto, tutto è controllato e in un certo senso necessitato - vorrei dire sceneggiato. L'orrore si manifesta abbastanza presto, allorché il quadro tratteggiato fino a quel momento, di pingui esistenze ordinarie e un po' meschine calate in uno scenario di falso idillio e retrività, si converte in macabro e spasmodico gioco. Il congegno scatta, s'accende, dà l'abbrivo a un infrenabile crescendo d'emozioni, ma repentinamente diventa altro, negandosi come romanzo e facendosi piuttosto scritto morale. La lente scrutatrice della spietata, semiastratta voce narrante si sofferma sopra ogni superficie, indugiando per lo più su quelle umane, al di sotto delle quali è duro penetrare, così i dialoghi sono estromessi, i gesti irrigiditi, i sentimenti stilizzati: d'altronde la condotta protocollare è la sostanza della realtà deformata attraverso il montaggio. Questo perché nella storia irrompono i media, anzi è più corretto affermare che i media fanno la storia, imponendo una sistematica, sadica manipolazione del vero. Qui, con maestria, i piani si fondono, si confondono, interviene un'acuta riflessione sul male e sulla sua spettacolarizzazione, sui mezzi di comunicazione di massa e sulla loro pervasività, fino alla riduzione dello spettatore ad agente dell'inscenamento, in un dedalo di schermi, trasmissioni e rifrazioni culminante con un epilogo fra i più perfetti e sorprendenti, dove la suspense viene dilatata fino all'ultima riga. Libro brillante, raggelante, eloquente, in definitiva perfetto, secondo me.

  • Lisa
    2019-05-09 18:21

    i agree with Linda's review - the premise is fascinating but the language is so stilted that you have to wonder if it's the author's intention or the fault of the translation. From the first lines - " I have been requested to commit everything to paper" - you realize that you're reading a report, so the language could reflect the narrator's mindset at the time of the writing of the account. It would be worthwhile to have a look at the original or a different translation.

  • Vanessa
    2019-05-16 22:59

    holy hell

  • Alessandro Pontorno
    2019-05-21 18:58

    Se questo libro fosse stato ambientato negli USA, pubblicato da una grande casa editrice e scritto da un autore di thriller di grido, probabilmente sarebbe stato osannato come uno dei casi letterari più interessanti degli ultimi anni.L'apparente semplicità della trama (due coppie di amici si ritrovano per passare un lungo fine settimana nella regione austriaca della Stiria dove, nei medesimi giorni, un folle assassino costringe due bambini al suicidio riprendendo le morti con una videocamera) è il pretesto per raccontare le reazioni della gente comune di fronte ad un efferato delitto e come la pervasività dei media amplifichi e stimoli la morbosa curiosità umana.Glavinic scrive in maniera efficace e pulita eppure mi sento di sottolineare due aspetti che minano il giudizio finale: in primo luogo lo stile da "verbale" è fin troppo forzato e zeppo di inutili dettagli (i protagonisti mangiano 2x sacchetti di patatine, il campo da volano dista ca. 300 metri dalla casa, la partita a ramino dura ca. 1 ora e mezza, e così via per tutta la narrazione); in secondo luogo io sono abituato al classico racconto giallo di stile deduttivo, mentre qui la risoluzione finale della caccia all'assassino sembra studiata a tavolino per suscitare il colpo di scena finale (peraltro assai riuscito), ma razionalmente non vi è alcun dettaglio sparso lungo il racconto che possa fare pensare, una volta chiuso il volume, "come ho fatto a non capirlo prima?!?"

  • Becky
    2019-04-25 22:55

    Ein Zeitungsartikel machte mich irgendwann auf Der Kameramörder aufmerksam und da der Klappentext die Neugierde anstachelte, wanderte es auf meine Leseliste und schließlich auch in meine Hand.Thomas Glavinic erzählt von zwei befreundeten Pärchen, die ein Wochenende miteinander verbringen. Überschattet wird das Treffen von dem Mord an zwei Kindern; eine Tat, die der Mörder mit der Videokamera festgehalten hat und dessen Material die Medien nun verbreiten. Die Freunde verfolgen die Jagd nach dem Mörder in den Medien, stellen aber auch selbst Nachforschungen an.Der Erzählstil in Protokollform ist eine Herausforderung. Nüchtern wird über die Ereignisse berichtet - auch der Mord an den Kindern wird detailliert, aber emotionslos dargestellt. Doch trotz der Nüchternheit erzeugt dieser Stil Spannung. Zumindest hat es bei mir gewirkt. Ich habe die kurze Geschichte in einem Rutsch verschlungen und das Ende hat mich fast umgehauen! Der Kameramörder ist ein starkes Buch, das noch lange nachwirkt. Den gleichnamigen Film habe ich auch gesehen und dieser hatte rein gar nichts von dem Sog dieses Buches.

  • Uwe Hook
    2019-05-17 15:16

    Within 2 pages I knew the outcome of the book. And I didn't even cheat. However, it didn't bother me at all. Short read (15o+ pages) in one afternoon. His style is filled irony, sarcasm and interesting word constructions. Some of the details of the story might have been regarded as far-fetched a few years back but I can see news channels broadcasting recordings of murders to boost their rating....errr...I mean solve crimes in the very near future. A disturbing read, pushing a mirror of our current highligh-reel, meme-driven culture in front of our eyes.

  • queen_plaga
    2019-05-16 15:24

    Wow, da hat sich Glavinic mal wieder selbst übertroffen. Es ist nüchtern, aber nicht zu nüchtern erzählt. Die Perspektive ist okay und erst am Schluss ergibt sich der eigentliche Grund für diese Perspektive. Wer logisch denken kann, kann sich das Ende bereits denken, aber Glavinic legt den Fokus sehr gut auf die anderen Dinge.Was mir am besten gefällt ist jedoch die Kritik an der Mediengesellschaft - Glavinic zeigt wunderbar auf, was die Medien aus den Menschen machen, wie sie uns verändern und in was für einer Abhängigkeit wir zu ihnen stehen.

  • Adrian Schroeder
    2019-05-15 18:16

    Interessanter Grundgedanke, jedoch ist diese Objektivität des Buches ein deratig großes Hindernis, dass man sich fast zum zweiten Teil des Buches zwingen muss. Der beabsichtigte "creepy" Effekt zeigt sich erst gegen Ende des Buches.Was ich sehr empfehlen kann, ist einen Vergleich zu Jelinek's "Die Klavierspielerin" zu ziehen. Dieselben, groteseken Züge der Schaulust im wahrsten Freud'schen Sinne sind dadurch sehr schön hervorgehoben, genauso wie die Kritik einer patriarchischen Gesellschaft.

  • Stefan Moser
    2019-05-10 22:59

    Analytisch, klar und schnörkellos wird die Geschichte einer Jagd auf einen Mörder erzählt, der durch kalten Psychodruck zwei kleine Jungen zum Selbstmord zwang. Die Geschichte spielt dabei aus der Sicht des Mannes eines Pärchens das ein befreundetes Aussteigerpaar in der steirischen Provinz besucht. Just im Moment nach den Morden.

  • Birgit
    2019-05-20 16:20

    Dieses Buch ist für mich sehr schwer zu bewerten. Eigentlich müsste ich es mit dem Wissen, das ich vom letzten Satz habe, aber das wäre wieder rum langweilig.Ich habe mir oft überlegt ob ich dieses Buch wirklich beenden möchte, Gott sei Dank habe ich mich dafür entschieden. :)

  • Anja
    2019-05-16 23:00

    The book is absolutely terrifying. The main character is a lunatic, who drove two kids to suicide and shot the whole atrocity.I don‘t know why anyone would have to read this in school like I had to?

  • Robert Beveridge
    2019-04-27 17:02

    Thomas Glavinic, The Camera Killer (Amazon Crossing, 2012)Full disclosure: this book was provided to me free of charge by Amazon Vine.Note: I know the actual release date on this book was previous to 2012, but Amazon has a nasty habit of taking down any reference to the original publications of anything they republish, so I haven't been able to find the original pub date on it yet. Sorry.I was already familiar with Thomas Glavinic (viz. 10Oct2008 review of Night Work) when this popped up on the Vine list, and the premise sounded exactly like the kind of thing I go for—a pointed criticism of media overexposure to ugly events—so I picked it up. It is, first off, a great deal shorter than I had expected it to be, given my previous experience with Glavinic; it weighs in at just 108 pages, and seems to have been written with the intention of having the reader consume it in a single sitting. Which is not a bad way to write novels at all (let me point the reader to Heather Henson's Dream of Night as an example I liked... well, a lot more than most people who read it, I'm sorry to say), save one slight problem: the narrative voice. The novel's opening sentence is “I have been requested to commit everything to paper.” Which in many cases does not mean there will be no dialogue whatsoever in the novel...but it does here. As anyone who's ever attempted to read a novel that is entirely without dialogue can tell you, dialogue serves a very important purpose in fiction: it breaks up the narrative, making it in many cases the main arbiter of a book's pace. And while I did take this book down in a single day, I didn't do it in one sitting. The language is too thick for that.As I intimated above, the plot of the novel deals with an ugly event: the murder of two children by an unknown assailant who recorded the whole thing on videotape. The camera was, for some reason, abandoned, and a local TV station has recovered it. Much of the tension in the book comes from the narrator's description of the events leading up to the station's decision of whether to air the footage or not; the rest comes from the police's hunt for the killer, though that seems something of an afterthought here. I wish Glavinic had simply dropped that aspect of it (which would have been easy—since you don't have a third person omniscient narrator, the narrator's lack of firsthand info could have made that plausible) and focused on the media aspect, which made more sense anyway. Alas, that didn't happen.Not the worst book I've read this year—or even this week—but could have been much, much better than it is. ** ½

  • Julia Hörmayer
    2019-05-11 17:14

    Das Buch war ziemlich langweilig, da es nicht aus der Sicht eines Detektives/Polizisten geschrieben ist, sondern aus der, scheinbar unschuldiger Menschen. Das war auch der Grund, weshalb mir klar war, dass er der Mörder ist. Er schreibt ja, dass er beauftragt wurde, alles aufzuschreiben. Die einzige logische Erklärung dafür wäre, dass es entweder er oder einer seiner Freunde war. Denn er wusste ja auch nur die Dinge, die sie im Radio brachten - jedenfalls ließ man uns in dem Glauben. Was sollte es also so Wichtiges geben, dass er uns davon erzählen würde? Während Heinrich voller Tatendrang war, den Täter zu finden und seine Lebensgefährtin in ständiger Angst, verhielt er sich eher ruhig und im Hintergrund. Auch redete er - verglichen mit den anderen Personen - eher wenig. Der Hauptgrund aber, der mich den Mörder enttarnen ließ, war die Tatsache, dass er gebeten wurde alles nieder zu schreiben.Zudem ist das ja ähnlich wie mit der Kamera - er will alles festhalten.Und noch zum Buch/Stil im Allgemeinen: Dass es wie ein Report geschrieben war - er sollte es ja aufschreiben, verfolgte keine literarischen Ziele - gefiel mir gar nicht. Zwar verfügt der Autor über einen guten Wortschatz und weiß mit Worten umzugehen, ist ein Meister der genauen Beschreiben, aber trotzdem macht das allein ein Buch nicht spannend. Viel passiert ist ja nicht, bis auf den Mord, eigentlich kaum etwas. Besonders gestört hat mich auch, dass er so viel abgekürzt und Zahlen nicht ausgeschrieben hat, ich finde das gehört sich nicht in einem Buch und liest sich auch nicht schön. Besonders 'U.U.' war etwas zu viel des Guten.Andere bewundern dieses Buch, weil das Ende so plötzlich kam, ich kann davon nicht berichten, da ich schon bald die Identität des Mörders kannte. Das einzige, das ich wirklich daran mochte, war, dass das Ende kam wie erwartet und ich recht behalten hatte :-D

  • Karschtl
    2019-04-26 17:02

    Ein Ich-Erzähler berichtet sehr detailliert über ein Osterwochenende in der Weststeiermark, und was er dort so alles getan und erlebt hat. Und zwar wirklich detailliert, er beschreibt ganz genau was er gegessen, was wer wann gesagt hat, wann er aufs Klo ging.... Da das Buch den Anschein eines "Tatsachenromans" erwecken will, und der Ich-Erzähler demnach kein professioneller Autor sondern ein ganz normaler Mann sein soll, ist der Stil anfangs auch etwas gewöhnungsbedürftig. Die Sätze sind eher kurz und abgehakt. Bestimmendes Ereignis an diesem Osterwochenende ist ein Mord an 2 Kindern. Vor allem die Art und Weise des Mordes ist sehr ungewöhnlich: während der Täter alles mit einer Videokamera filmte, machte er die Kinder mit psychologischer Raffinesse mürbe und zwang sie, sich selbst umzubringen. Die Medien berichten non-stop über das Großereignis und wollen dann auch das ihnen zugespielte Mord-Video ausstrahlen. Überraschend ist dann vor allem das Ende. Für mich ist es nicht ganz klar, was das zu heißen hat. Heißt das, diese dann als Täter entlarvte Person ist wirklich der Kameramörder oder aber hat sich diese Person durch die permanenten Medienberichte so mit dem Fall identifiziert, dass sie mittlerweile selbst glaubt, der Kameramörder zu sein?

  • Nina
    2019-04-26 15:59

    I choose this book for my German reading list 2015/16 (we have to read 10 books by Austrian and German authors) and I have to say, this was definitely not an enjoyable read.The book was written like a report and was without any emotions. Another thing that I found really annoying was the lack of chapters and paragraphs which made the book really hard to read. I have to say the topic of the story was fascinating, which was why i chose the book in the first place. The characters felt realistic but in a really boring way.at least many parts of the books encouraged you to think about it.The end of the book left lots of questions, but not the ones you have if a book ends with an open ending and you can imagine for yourself how the story is going to continue.

  • Vero
    2019-05-02 15:03

    I am NOT a fan of the whole crime-murder-detective-whatever genre as I really don't care about these kinds of plots. But this book was recommended by my professor and thus I read it. And it was really something else. The fascinating thing about this book is probably not the plot, but the language. If possible, I would definitely advise you to read this book in German as I feel that the translation does not do it justice (even though it might be difficult on a lower proficiency level). The style - the author only uses indirect speech - is brilliant in its original language. It is definitely a good read, and a quick one - I can recommend it.

  • Ashley
    2019-05-06 21:06

    Is all I have to say is WTF?! Seriously. I got this book from the library (#2 - Woohoo!!), and let me just say that this was most definitely NOT a good read. In fact, it was horrible. This was just one long mess of a chapter (seriously, no chapters), written so choppy with zero point whatsoever. I loathe this book. And yet, silly me, I had to finish the stupid thing to see if it got progressively better. Spoiler alert. It didn't. Jenn, since I know you never listen to my advice on these things, atleast appease me and don't read this one. Stacey, I know you'll listen cause you're smart like that.

  • Colonelperry42n
    2019-04-28 19:09

    I actually read the English version (I found it on Amazon Kindle for $2) I was excited about this book, bc I love Austrian lit and how dark it is. . .while extremely dark and overall a decent horror story, there was something majorly wrong with the translation, and I can't figure out why. . .the translator was an Oxford graduate who co-authored films with Roman Polanski. . .was the narrator supposed to be speaking that horribly? I want to reread the German version and see if I was missing something. . .

  • Phoebe
    2019-05-08 20:08

    Sehr interessante Story und wirklich nette Kritik an Medien, sowie Seitenhiebe auf den Klerus.Alles in allem allerdings etwas langwierig (obwohl schnell) zu lesen, weil der Schreibstil für mich auf die Länge gewöhnungsbedürftig war.Die Formulierungen sind zwar oft sehr spielerisch, aber grundsätzlich klingt es wie ein Nicht-Schriftsteller (oder sehr schlechter Reporter), der minutiös die Geschehnisse dokumentiert.Meiner (bestätigten) Vermutung nach, ist dies allerdings so beabsichtigt. :)Ein interessantes Konzept, aber ich bin froh, dass der Roman nicht dicker bzw. länger ist.

  • Chris Mcgowan
    2019-05-08 17:55

    (Audiobook Jan 2017) - This may have been the audiobook that stops my "random shelf pull" that I like to do. The premise sounds interesting and I do feel that something was lost somewhere in translation from German to English. It was not an uplifting story at all and the details of the killings were a bit much for me.There are so many good books out there that this one makes me appreciate those even more.

  • Marzio
    2019-05-20 17:05

    A book with one only goal: disturb. Well, achieved.After all Glavinic avoids seeking too much the help of easy ways to disgust, or just dares to go straight to the sickest.The suspence is well driven and the plot is not immediately predictable. Only the torment inflicted to the victims (reader included), I felt, is way too insisted.I'd recommend fathers and mothers to keep themselves away from this, they won't lose that much anyway.

  • Amy
    2019-05-04 21:24

    Jesus, this was not an enjoyable read. I really hope the awful writing was down to the fault of the translator rather than the author. But apart from that the killer was obvious from the beginning- I guessed very soon on in the book and was right, and I don't like guessing who the murderer was in when reading or watching murder mysteries.And my lord how these people ate! It seemed to be all they did throughout the book.

  • Hannah
    2019-05-18 16:58

    Der einzige Grund warum dieses Buch nur 4 Sterne hat ist der Schreibstil der manchmal etwas langatmig ist, aber das Ende des Buches macht es es wert! Wirklich gut. Wer in der Schule oder sonst wo ein gutes Beispiel sucht für "Unzuverlässiges Erzählen" hat hier einen Goldschatz gefunden. Nicht nur die Art des Buches sondern auch der Inhalt ist klasse, obwohl Kindsmord sicher nicht für alle ist und sich der Autor einen sehr psychologisch interessanten/gestörten Täter ausgesucht hat.

  • Sandra Pusteblume
    2019-05-22 16:06

    (Schullektüre) Wie lausig war das Buch bitte. Eine gute Idee mit sooo viel Potential zu so einem (fast) kompletten, und vor allem UNGLAUBLICH langweiligen und zähen Blödsinn verhunzt. Ohne die Diskussion in der Schule hätte ich auch nicht den eigentlichen Sinn wirklich verstanden. Nur wegen der Idee kann man ein Buch nicht lesen - bitte die Finger davon lassen

  • Deborah
    2019-05-08 19:00

    I read this in English, of course. Thought it needed polishing pretty badly, but that may have been a function of the translation. The concept was interesting, and the ending surprised me. Would recommend it to someone looking for a quick and compelling read.